Wer sich Gartenmöbel oder ein neues Gartenhaus aus Holz zulegen möchte, steht vor einer großen Auswahl an verschiedenen Holzarten. Die Frage, welche Holzart für Ihre Ansprüche bzw. Ihren Bedarf die richtige ist, beantworten wir Ihnen hier. Wir informieren Sie, welches Holz für welchen Bedarf am ehesten in Frage kommt, wie sie die verschiedenen Holzarten behandeln und pflegen müssen und welche Lebensdauer sie besitzen.
Allgemeine Information zum Werkstoff Holz
Wir nutzen ihn seit eh und je als Baustoff: Holz. Das dies so ist, hat jede Menge guter Gründe. Der Rohstoff Holz hat nämlich hervorragende Eigenschaften, nicht nur in Bezug auf Bearbeitbarkeit, Belastbarkeit und Elastizität. Holz wächst ständig nach, es ist ein ökologisches Material, das begeistert. Aber was ihn letztlich so sympathisch macht, das ist die Optik. Holz sieht sprichwörtlich natürlich gut aus. Man kann seine Natur fühlen und sehen.
Jedes Stück Holz ist ein einmaliges Einzelstück. Holz ist ein dem natürlichen Wachstumsprozess entnommener Rohstoff. Es ist damit im Gegensatz zu industriell gefertigten Materialien nicht gleichförmig. Die Merkmale wie Farbnuancen oder Äste stellen keine Mängel dar. Ganz im Gegenteil, sie belegen die Originalität eines wahren Naturmaterials.
Quellen und Schwinden:
Jedes Holz „arbeitet“. Als immerwährender Prozess versucht es sich der Umgebungs-Luftfeuchtigkeit anzupassen. Je nach herrschender Luftfeuchte wird von den Holzzellen Wasser aufgenommen und abgegeben. Im Ergebnis ändert sich das Volumen des Holzes geringfügig. Ein Brett kann zum Beispiel breiter oder schmaler werden.
Trockenrisse:
In Abhängigkeit von Standort und Witterung kann es während eines Trocknungsprozesses zu Rissen im Naturmaterial kommen. Gut zu wissen, dass sie sich bei feuchter Witterung meist wieder schließen. Solange Risse nicht die Statik beziehungsweise Haltbarkeit beeinflussen, sind diese auch nach DIN 4074 zulässig.
Äste und Maserung:
Kein Baum wächst astfrei und absolut gerade. Die Maserung wirkt immer wieder leicht anders, sie spiegelt die Wuchsbedingungen des Baumes wider. Äste und Maserung geben den Holzflächen ihren sympathischen Charakter.
Raue Flächen:
Beim Einschneiden und insbesondere beim Hobeln können einzelne raue Stellen und Faserrisse auftreten. Der Grund: Holzfasern stehen mitunter der Bearbeitungsrichtung entgegen (fast wie ein Haarwirbel am menschlichen Kopf). Mitunter ist dies auch entlang von Ästen zu beobachten. Partiell raue Flächen lassen sich auch mit besten Werkzeugen leider nicht immer vermeiden.
Farbunterschiede:
Kein Brett gleicht dem anderen, denn jeder Baum ist ein Einzelstück. Je nach Holzart unterscheiden sich selbst Kern- und Splintholz farblich voneinander. Die für Gartenhäuser typische Holzart Fichte zeigt im naturbelassenen Zustand relativ geringe Farbunterschiede.
Die beliebtesten Holzarten im Detail
Fichte

Bei der Fichte handelt es sich nicht nur um den bekanntesten Nadelbaum aus europäischen Wäldern überhaupt, sondern auch um einen der wichtigsten Holzlieferanten der deutschen Holzwirtschaft und somit auch für den Gartenhausbau. Dies liegt darin begründet, dass die Fichte in Europa besonders oft vorkommt, zudem schnell wächst und eine Höhe von über 50 Metern erreichen kann. Möbel aus Fichtenholz gibt es in europäischen Baumärkten in Massen – es handelt sich allerdings um Standardprodukte, die preisgünstig daher kommen. Die Verarbeitung und Herstellung erfolgen unkompliziert, was die günstige Preislage begründet und die Möbel sehen dafür sogar trotzdem schön aus. Auch als Bauholz zählt Fichtenholz zu den wesentlichsten Holzarten:
Es kann universell eingesetzt werden für Dachstühle, Geländer, Treppen, Böden, Fenster, Türen und sogar für ganze Gartenhäuser – ein wahrer Alleskönner. In unserem Gartenhaus Shop finden Sie eine große Auswahl an qualitativ hochwertigen Holzgartenhäusern aus Fichtenholz. Wir achten hierbei auf nachhaltige Rohstoffe, eine sorgfältige Verarbeitung und eine Optik, die begeistert.

Fichte gegen Tanne: In Bezug auf Farbe und Maserung ist die Tanne mit der Fichte vergleichbar. Dasselbe gilt auch für die Dichte und Festigkeit des Holzes. Aus diesen Gründen lässt sich Tannenholz genauso als Bauholz einsetzen wie Fichtenholz – hierfür sprechen vor allem die Festigkeit, Stabilität und Beständigkeit.
Vorteile von Fichtenholz
- Günstiger Anschaffungspreis
- Vielseitige Einsatzbereiche
- Hohe Flexibilität
- Positive Umweltbilanz
- Ausgesprochen beliebt für den Gartenhausbau
Fazit: Besonders gut geeignet für den Gartenhausbau.
Kiefer
Die überall in Deutschland verbreiteten Kieferbäume sind im Vergleich zu anderen Baumarten nicht sehr empfindlich und teilweise sogar recht anspruchslos. Diese Holzart bietet sich zum einen für die Möbelherstellung als auch für den Bau an, da es sich um eine sehr harte und robuste Holzart handelt. Es gibt nahezu keinen Baubereich, für den Kiefernholz nicht eingesetzt werden kann: Ob Treppen, Wände, Decken, Böden, Fenster oder Türen – der Einsatz ist flexibel, das Holz ist elastisch und die Optik sticht hervor. Hier sehen Sie z.B. einen Kiefer-Zaunpfosten sowie einen eleganten Vorgartenzaun in freundlichem und hellem Kiefernholz.
Vorteile von Kiefernholz
- Günstiger Anschaffungspreis
- Einfache Verarbeitung
- Geringes Gewicht
- Positive Umweltbilanz
Fazit: Sehr gut geeignet für den Gartenhausbau.
Buche

Buchen sind die Laubbäume, die am häufigsten in Deutschland vorkommen und in nahezu jedem Mischwald vorkommen. Im Vergleich zur Eiche ist Buchenholz generell etwas anfälliger in Bezug auf Schädlinge, Temperaturschwankungen und Co., weswegen die Einsatzbereiche dieser Holzart etwas unflexibler sind bzw. anders ausfallen. Der Einsatz als Bauholz bezieht sich nur auf die Herstellung von Schichtholz, Formsperrholz und herkömmlichen Sperrholz – ansonsten ist es aufgrund seiner Eigenschaften nur eingeschränkt nutzbar. Empfehlenswert ist Buchenholz für Laminatböden und einfache Möbel wie Esstische oder Stühle.
Vorteile von Buchenholz
- Heimische Holzart
- Gute Elastizität
- Positive Umweltbilanz
Fazit: Eher nicht geeignet für den Gartenhausbau.
Eiche
Eichenholz gehört zu den edelsten heimischen Hölzern und wird hauptsächlich zur Erstellung hochwertiger Möbel verwendet. Ebenfalls besitzt es eine hohe Beständigkeit und Lebensdauer, weswegen es sich auch als Bauholz anbietet. Typische Einsatzorte sind Eichenmöbel – beispielsweise Regale und elegante Küchenarbeitsflächen – sowie Treppen, Fußböden und Schwellen.
Vorteile von Eichenholz
- Robust und langlebig
- Wunderschöne Optik
- Besonders Witterungsbeständig
- Positive Umweltbilanz
Fazit: Eher nicht geeignet für den Gartenhausbau.
Nussbaum
Nussbaumholz gilt als sehr exklusives als auch attraktives Holz, dessen Verwendung sich tendenziell eher auf wertvolle bzw. auch teure Gegenstände wie z.B. Designermöbel, hochwertige Böden und Vertäfelungen bezieht.
Vorteile von Nussbaumholz
- Dekorative Optik
- Einfache Verarbeitung
- Hohe Formstabilität
- Hohe Strapazierfähigkeit
- Positive Umweltbilanz
Fazit: geeignet für den Gartenhausbau, wird aber sehr selten verwendet.
Lärche
Lärche wird eher selten für den Gartenhausbau eingesetzt. Das liegt zum einen am nicht gerade geringen Kostenfaktor für Lärchenholz, zum anderen aber auch daran, dass Lärche ein sehr harzreiches Holz ist. Dadurch erreicht das Holz eine sehr hohe Wasserfestigkeit, weswegen es früher gerne für Wasserbauten wie z.B. Mühlenräder eingesetzt wurde. Die europäische Lärche ist eine bei uns heimische Holzart und kommt bevorzugt in der Alpenregion vor, findet sich aber überall in Deutschland wieder.
Anders als z.B. Fichten- oder Kiefernholz bildet Lärchenholz bedingt durch Witterungseinflüsse mit der Zeit einen sehr schönen, silbergrauen Schimmer, wie man ihn beispielsweise von Häusern im Schwarzwald kennt. Aus diesem Grund muss dieses Nadelholz auch nicht zwingend gestrichen oder lasiert werden.
Unterm Strich wird Lärche im Gartenhausbau eher nicht als Hauptbaumaterial eingesetzt, sondern lediglich für eine robuste Fassade, die weniger Pflegeaufwand als andere Holzarten benötigt. Lärchenholz wird also mit anderen Holzarten wie Fichten- oder Kiefernholz beim Gartenhausbau kombiniert.
Vorteile von Lärchenholz
- > Heimische Holzart
- > hohe Wasserfestigkeit
- > sehr Widerstandsfähig
- > Attraktiv verwitternd
- > keine Lasur notwendig
- > Positive Umweltbilanz
Fazit: Eher ungeeignet für den Gartenhausbau, aber in Verbindung mit einer anderen Holzart nicht unüblich.
Welches Holz nun für mein Gartenhaus?
Wie immer entscheidet der persönliche Geschmack, aber wir würden die folgenden 3 Holzarten als die beliebtesten und am besten geeignetsten für den Gartenhausbau empfehlen.
1. Fichtenholz:
Unbehandelt ist Fichte nicht für den Gartenhausbau einsetzbar. Es kann allerdings leicht verarbeitet werden und gehört anschließend zu den günstigeren und empfehlenswertesten Holzarten für den Gartenhausbau. Wir setzen hier bevorzugt nordische Fichte bei unseren Gartenhäusern ein.
2. Kiefernholz:
Gartenhäuser aus Kiefernholz sind tendenziell eher günstiger, weswegen sie bevorzugt für den Gartenhausbau eingesetzt werden. Zudem ist Kiefer besonders robust und hart.
3. Lärchenholz:
Hierbei handelt es sich um ein sehr dichtes, hartes und zähes Holz, was aufgrund des hohen Harzgehaltes ideal für Außenwände von Gartenhäusern einsetzbar ist.
Also?
Egal, für welches Holz Sie sich entscheiden: Ein nachhaltiger Schutz vor Witterungseinflüssen und die richtige Holzpflege dürfen nicht vernachlässigt werden, um so lange wie möglich von Ihrem neuen Gartenhaus profitieren zu können.