Witterungsverhältnisse, Moose, Schmutz und Algen machen dem Gartenhaus zu schaffen, machen das einst so schöne Holz spröde und fleckig und hinterlassen deutliche Spuren von Abnutzung. Trotz seiner natürlichen Robustheit benötigt Holz – in regelmäßigen Abständen – einen speziellen Schutz vor Verwitterung und Abnutzung. Um das Gartenhäuschen fit für die kommenden Sommermonate zu machen – nicht jedes Jahr! – sollte man wie folgt vorgehen:
Das in die Jahre gekommene Holz des Gartenhauses muss im ersten Schritt gründlich vom Oberflächenschmutz wie Staub, Spinnenweben etc. befreit werden. Hochwertige alte Anstriche dürfen auf dem Holz verbleiben, wenn es sich um ölhaltige Farben handelt. Bei anderen Anstrichen genügt ein leichter Reinigungsschliff, um lose Farbreste zu entfernen.
Sobald das Holz gründlich gesäubert ist, wird es im nächsten Schritt dünn mit der ausgewählten Farbe – deckende Holzschutzfarbe oder durchscheinende Holzschutzlasur - siehe Unterpunkt “Produkte” – vorgestrichen.
Eine Dickschichtlasur oder lackähnliche Farbe sollte auf keinen Fall gewählt werden, da dadurch die Atmungsaktivität des Naturrohstoffes Holz gestört wird! Nur offenpoorige Farben dürfen verwendet werden!
Durch Holzschutzfarben und -lasuren wird das Holz vor UV-Strahlen und Feuchtigkeit geschützt. Außerdem verhindern sie mikrobiologische Einflüsse wie Schimmel und Pilze.
Für den Endanstich (2 Anstriche sind auf jeden Fall genug!) wird ein breiter Flachpinsel verwendet, mit dessen Borsten sich auch sehr gut die Fugen der Paneelen erreichen lassen.
Ein besonderes Augenmerk sollte auf Türen und Fenster des Gartenhauses gelegt werden. Auch hier ist eine optimale Pflege besonders wichtig. Sowohl Türen als auch Fenster sollten jeweils mindestens von außen gestrichen werden, da sich sonst ein unangenehmer Effekt einstellt und sich Fenster und Türen verziehen. Der Anstrich von innen ist bei einem hochwertigen Außenanstrich nicht zwingend erforderlich, gibt jedoch Schutz vor Verschmutzen und Vergilben.
Die Pflege eines neuen Gartenhauses:
Gartenhäuser aus Holz bestehen aus einem natürlichen organischen Material und können mit vielen positiven Eigenschaften auftrumpfen. Holz ist nicht nur schön anzuschauen, es muss oftmals Höchstleistungen erbringen und unterschiedlichen Witterungsbedingungen wie Wind, Sonne und Regen trotzen. Auch mikrobiologischen Einflüssen und physikalischen Eigenarten wie dem Zusammenziehen und dem Ausdehnen ist das Holz ohne passenden Schutz und optimale Pflege „ausgeliefert“. Holzschutzfarben und Holzschutzlasuren sind die perfekten Gegenspieler der Abnutzungserscheinungen und Witterungsschäden an Gartenhäusern. Sie bilden eine Schutzschicht, die die feuchtigkeitsregulierende, atmende, elastische und wasserbeständige Funktion vereint und dem Holz seine natürliche Schönheit bewahrt.
Produkte:
Ideal für Holz sind ölhaltige Farben, da sie tief einziehen und weder reißen noch abblättern oder abschuppen können. Die Produktpalette zur optimalen Bearbeitung eines Gartenhauses ist groß – es kann zwischen deckenden und transparenten Erzeugnissen gewählt werden. Bei einer Deckfarbe muss die Faserstruktur des Gartenhauses vollständig bearbeitet werden. Bei rauheren Holzsorten bleibt die Holzstruktur sichtbar. Farben auf Ölbasis haben eine Lebenserwartung von über 10 Jahren. Ölhaltige Lasuren behalten ihre Holzschutzfunktion mindestens 4 Jahre, je nach Bewitterung. Bei Renovierungsanstrichen handelt es sich bei diesen ölhaltigen Anstrichen in der Zwischenzeit lediglich
um eine Farbauffrischung. Die Ergiebigkeit bei ölhaltigen Farbsystemen ist enorm groß. Bei transparenten Anstrichen reicht 1 Liter für 13 m² bei zwei Anstrichen, bei deckenden Anstrichen reicht 1 Liter f+r ca. 17 m², ebenfalls bei zwei Anstrichen. Vorraussetzung sind hierfür allerdings glatte, trockene Flächen.
Die Vorbehandlung des Gartenhauses:
Bevor das Gartenhaus zusammengebaut wird, sollte es mit einer Imprägnierung vorbehandelt werden. Dieser Schritt schützt das Holz gegen Fäulnis, Pilz- und Schimmelbefall. Wenn das Haus aufgebaut ist, kann das gewünschte Farbsystem gewählt werden, entweder transparente oder deckende Anstriche. Bei ölhltigen Farbsystemen genügen immer 2 dünne Anstriche. Zum Schutz vor Verschmutzung im Innenraum ist ein Öl-Wachs-Anstrich empfehlenswert. So können die Innenhölzer auch bei starker Verschmutzung problemlos gereinigt werden, da der Schutz nicht in das Holz einziehen kann.

Renovierung:
Ölhaltige Farbsysteme haben eine sehr lange Lebensdauer, je nach Region etwas unterschiedlich. Transparente Lasuren halten 4 Jahre und länger, deckende Ölfarbanstriche 10 Jahre und länger. Enscheidend ist dabei allerdings der Standort und die Bewitterung. Eventuelle alte abschuppende Farbanstriche werden durch einen Reinigungsschliff geglättet. Auf diese Flächen können z.B. ölhaltige Farben problemlos aufgestrichen werden. Die Renovierung dieser ölhaltigen Farben ist später praktisch nur eine Farbauffrischung.
Witterungsbeständigkeit:
Ölhaltige Farblasuren und ölhaltige deckende Anstriche dringen tief in das Holz ein und pflegen und fetten somit nachhaltig. Ebenso ist bei ölhaltigen Farbsystemen ein späterer Anstrich nicht erforderlich. Eine Renovierung nach kürzerer Zeit dient lediglich der Farbauffrischung.

