Gartenhaus am Hang – was sollte man beim Aufbau beachten?

Hanggrundstücke können einige Risiken und vor allem Herausforderungen bergen, denn das Bauen eines Hauses oder Gartenhauses auf abfälligem Grund ist kein leichtes Unterfangen. Grundsätzlich empfiehlt es sich daher, für kleinere und größere Baumaßnahmen einen ebenen Untergrund zu wählen, um am Ende die größtmögliche Stabilität und Sicherheit genießen zu können. Der Bau eines Gartenhauses am Hang ist jedoch keinesfalls unmöglich, sondern erfordert lediglich eine genauere Planung und etwas mehr Arbeitsaufwand. Denn je nach Gefälle und Grundstücksbedingungen muss gegebenenfalls ein großes Stück des Gartens und damit auch des gesamten Grundstücks verändert und neu gestaltet werden, um das optimale kleine Häuschen sicher erbauen zu können. Mit ein paar hilfreichen Tipps und Ideen ist der Bau eines Gartenhauses am Hang auch für Laien und Hobbygärtner zu schaffen.

Rechtliches klären: Bauplan, Erlaubnis & Co.

Beim Bau eines jeden Gartenhauses müssen rechtliche Vorgaben stets als allererstes abgeklärt werden. Schließlich möchte kein Gartenhausbesitzer die schicke Hütte nach dem Fertigstellen direkt wieder dem Erdboden gleichmachen, nur weil keine Baugenehmigung vorhanden war. Um zu erfahren, wie die Vorgaben lauten, müssen Bauherren einen Blick in die jeweilige Landesbauordnung werfen oder einfach bei der örtlichen Behörde nachfragen, um auf Nummer Sicher zu gehen. In einigen Fällen ist es außerdem möglich, dass ein Bebauungsplan des entsprechenden Wohngebiets vorliegt und Neubauten daher noch weitere Voraussetzungen erfüllen müssen. Abgesehen von den rechtlichen Vorgaben sowie der Neigung des Untergrunds spielen auch die Bodenbeschaffung sowie vorhandenes Grundwasser eine große Rolle beim Bau eines Gartenhauses. Generell ist es für Bauherren unbedingt empfehlenswert, vor dem Bauvorhaben zu klären, ob der Boden stabil genug für den Bau eines Gartenhauses ist. Hierbei spielt in jedem Fall auch die Größe des geplanten Häuschens eine große Rolle. Da Gartenhäuser jedoch in der Regel keinen Keller besitzen, muss zumindest keine von unten eindringende Feuchtigkeit befürchtet werden. Ob Hanggrundstück oder nicht - auch der Abstand zum Nachbarn muss ausreichend groß sein, damit es hier nicht zu unangenehmen Auseinandersetzungen kommt und das Haus am Ende möglichweise entfernt oder umgesetzt werden muss.

Die Verlegung des Fundaments

Bei der Verlegung des Fundaments für das neue Gartenhaus muss besonders genau gearbeitet werden. Schließlich bildet es die Grundlage der gesamten Konstruktion und muss dem Häuschen daher Halt und Stabilität bieten. Bei Hanggrundstücken besteht immer das Risiko, dass es zu unerwarteten kleinen Erdrutschen kommt, die das Gartenhaus gefährden können – damit müssen Bauherren leben. Zudem stellt auch Hangwasser mitunter eine Gefahr dar, denn vor allem bei starken Niederschlägen kann sich Wasser an den Außenwänden stauen und somit einen Druck auf das gesamte Häuschen ausüben. Hier sollte schon beim Bau auf eine zuverlässige Entwässerung geachtet werden. Eine Hangbefestigung oder Stützmauer sollte in jedem Fall mit eingeplant werden, denn sie gibt dem Gartenhäuschen zusätzlichen Halt. Hierfür muss ein kleiner Graben angelegt werden, der anschließend mit Kies sowie einem Betonfundament gefüllt wird – dabei muss unbedingt auch auf eine Ablaufmöglichkeit für Wasser geachtet werden. Die Mauer oder Befestigung selbst kann anschließend ganz nach persönlichem Geschmack z.B. mit Pflanzkübeln oder Bruchsteinen errichtet werden.

Das richtige Haus in optimaler Lage

Natürlich ist die Lage des kompletten Grundstücks nicht änderbar, eine Ausrichtung des Gartenhauses in Richtung Süden ist trotzdem besonders empfehlenswert. Denn auf diese Weise kann vor allem im Sommer von einem sonnigen Standort profitiert werden. Wer sein Gartenhaus hingegen an einen Nordhang baut, sitzt ausschließlich im Schatten. Das kann auch für das Häuschen selbst zu Nachteil werden, da Feuchtigkeit auf diese Weise viel schlechter trocknen kann. Eine genaue Beobachtung des gewünschten Standortes sollte daher am besten vor dem Bauvorhaben stattfinden, um Vor- und Nachteile genau abwägen zu können.

Besonders schön sehen Gartenhausmodelle mit Satteldach (wie das Woodfeeling Gartenhaus Modell Linau 4) oder jene mit Tonnendach (siehe Wolff Gartenhaus Modell Norderney 28-C) am Hang aus. Durch diese Dachformen (siehe Bild der beiden genannten Modelle) wird das Regenwasser außerdem an den Seiten heruntergeführt, sodass hinter dem Haus am Hang kein Wasserstau entsteht – für den Halt und die Stabilität des Hauses ist das äußerst wichtig.

Tipps für Heimwerker und Hobbygärtner

Auch bei Gartenhäusern am Hang ist die Pflege des Häuschens sehr wichtig, damit sowohl das Material als auch die gesamte Konstruktion möglichst lange halten und ihren Zweck erfüllen. Bei sehr steilen Hängen kann es jedoch mitunter sehr schwierig sein, die Rückseite des Gartenhauses optimal zu pflegen, da unter Umständen nicht genügend Platz zum Säubern und Streichen vorhanden ist. Vor dem Bau des Häuschens kann daher das Fundament ein Stück größer gewählt werden, damit an der Rückseite ein kleiner Durchgang erhalten bleibt. Gartenhausbausätze können auch am Hang problemlos errichtet werden, sodass in diesem Zusammenhang keine weiteren Besonderheiten beachtet werden müssen. Stattdessen ist es wichtig – wie auch auf ebenen Grundstücken – das richtige Material und Werkzeug (vor allem eine Wasserwaage) zur Hand zu haben sowie über zwei helfende zu verfügen. So sollte die Errichtung des Gartenhauses am Hang ohne größere Probleme möglich sein.