Dachbegrünung ist ein schönes und ökologisches Mäntelchen für das eigene Gartenhaus und bringt sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile gegenüber konventionellen Dächern mit sich. Die Pflanzen auf dem Dach funktionieren nach dem Prinzip eines Klärwerks, sie säubern die Luft, indem sie Staub und Luftschadstoffe herausfiltern. Das Fundament speichert Regenwasser und entlastete somit die Kanalisation.
Ein besonderer Gartenhausbesitzer freundlicher Vorteil ist, dass das „Green on Top“ sogar Heizkosten spart und ein hervorragender Dämmschutz ist. Bevor das Grün in seiner vollen Pracht erstrahlen kann, muss die statische Tragfähigkeit mit dem Architekten oder Bauträger besprochen werden. Eine extensive Begrünung bringt etwa ein extra Gewicht von etwa 40 – 150 Kg pro Quadratmeter mit sich, eine Intensivbegrünung etwa 150- 500 Kg extra.
Die Gartenprofis unterscheiden zwischen zwei unterschiedlichen Varianten bei der Dachbegrünung: die extensive und die intensive Dachbegrünung. Als extensive Dachbegrünung bezeichnet man 6-20 cm hohe Systeme. Das sind naturnah angelegte Vegetationsformen wie Moose, Kräuter, Gräser oder niedrige Gehölze. Dächer werden bei dieser Variante mit robusten und niedrigen Stauden wie Mauerpfeffer und Hauswurz bepflanzt werden. Sie sind zur gelegentlichen Kontrolle und Pflege begehbar. Diese Variante ist auch die einfachste und die pflegeleichteste von den beiden genannten.
Bei der intensiven Dachbegrünung ermöglichen Aufbauten zwischen 12-40 cm Höhe, dazu zählen größere Gräser, Stauden, Sträucher aber auch kleine Bäume. Diese Art der Beflanzung ist aber nur bei Dachsteigungen bis zu höchstens 3 Grad sinnvoll. Vor einer intensiven Bepflanzung sollte darauf geachtet werden, dass der Garten nur durch eine intensive Pflege in seiner Gänze gedeiht und blüht.
Jede Dachbegrünung besteht aus mehreren Schichten. Zuunterst separiert eine Lage Vlies das vorhandene Dach vom neuen Pflanzenanbau. Über diese Schicht, wird eine wasserdichte Schutzfolie mit 20 Jahren Haltbarkeitsgarantie verlegt, ebenso gut als Ergänzung zu der Schutzfolie eignet sich die Wurzelschutzfolie. Darauf wird eine Speichermatte in Kombination mit einer Dränageschicht mit Schutzfolie verlegt. Sie hat zum einen die Aufgabe Wasser abzuspeichern, aber auch zum anderen überschüssiges Regenwasser abzuleiten. Vlies in seiner Funktion als feinporiger Filter verhindert, dass Feinteile aus der Erde die Dränage im laufe der Zeit verstopfen und unbrauchbar machen.
Für Dachbegrünungen gibt es eine speziell gemischte Erde, die eine leichte und durchlässige Konsistenz aufweist. Luftige Materialien wie Lava, Birns oder Ziegelsplitt, sorgen für eine optimale Belüftung und Entwässerung. Der Humusanteil beträgt 10 – 15 Prozent.
Für extensive Dachbegrünungen haben sich die sogenannten Sedum – Mischungen bewährt. Das sind wasserspeichernde Pflanzen wie beispielsweise Mauerpfeffer, Hauswurz oder Steinbrech. Die einfachste Methode ist es, kurze Triebstücke dieser Pflanze als Schnittgut auf der Erde auszustreuen. Die Besten Monate sind hierfür Mai, Juni sowie September und Oktober. Eine alternative zu den genannten Pflanzen sind Flachballenstauden: diese werden in sehr flachen Gefäßen angezogen und gepflanzt. Je höher der Erdaufbau ist, umso mehr Pflanzen gedeihen auf dem Dach. Ab einer 15 cm starken Erdschicht verschönern Ziergräser wie Schwingel, Segge oder Zittergras das Dach. Aber auch Pflanzen wie genügsame Stauden, Küchenschelle, Silberwurz, oder Fingerkraut und hitzetaugliche Kräuter wie Salbei, Lavendel oder Thymian sind mit von der Partie.
Im ersten Monat nach der Anlage sollte man jede Woche das begrünte Dach bis zu viermal gießen, um das Anwachsen zu fördern. Danach reicht 1-2 mal im Jahr Unkraut zu jäten. Baumsamen von Birke oder Weide müssen unbedingt entfernt werdem
Die Kosten für eine Dachbegrünung variieren. Der reine Materialwert ohne Pflanzen beträgt für die extensive Dachbegrünung eines Gartenhäuschens etwa 20-30 Euro, eine intensiver Begrünung ist etwa doppelt so teuer.